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Spurensucher stellen sich vor

 

Schülerinnen und Schüler des Projektkurses „Spurensuche“ der Kooperativen Gesamtschule Stuhr-Brinkum bei Bremen erarbeiteten unter Leitung von Ilse Zelle die Biografie „Otto Polak – Leben und Schicksal eines Christen jüdischer Herkunft“, erschienen 20009 im Donat-Verlag in Bremen.

Stella Vogel

Ich bin Stella Vogel und arbeite seit dem 11. Jahrgang, also seit 2007 im Projektkurs "Spurensuche" der Kooperativen Gesamtschule Stuhr-Brinkum bis heute mit. Nach meinem Abitur im Sommer 2010 begann ich im September eine Lehre als Tischlerin, dennoch ist es für mich selbstverständlich, das Projekt mit Otto Polak weiter zu betreuen. Dieses Projekt ist zu einem Teil meines Lebens geworden.

Als ich 2007 Otto Polak kennen lernte, haben wir uns sofort gut verstanden und hatten neben den Gesprächen über seine Erlebnisse während der NS-Zeit auch viele andere Themen. Auch in der Zeit nach der Fertigstellung des Buches haben wir noch Kontakt und treffen uns regelmäßig. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, das Projekt mit Otto nicht einfach an meine „Nachfolger“ im Projektkurs „Spurensuche“ weiter zu geben, sondern es selbst weiter zu betreuen. Somit werde ich im November 2010 zusammen mit ihm auch eine Veranstaltung im Kreismuseum Syke gestalten.

Die Arbeit mit einem Zeitzeugen war für mich sehr spannend und berührend zugleich. Es ist etwas anderes, die Geschichte quasi Haut nah z u erleben, als nur aus Schulbüchern darüber zu lesen. Die Vergangenheit bekommt ein Gesicht, einen Namen, eine ganz individuelle Geschichte. Meine Neugierde zwang mich, immer mehr zu erfragen, doch haben mich Ottos Erlebnisse auch sehr oft schockiert und erschüttert.

Ich bin sehr froh, dass meine Lehrerin Frau Zelle mir damals soviel Vertrauen entgegen brachte und mir die Aufgabe anbot, das Buch fertig zu stellen. Die Arbeit an diesem Buch hat mich selbstständiger, sensibler und aufmerksamer gemacht und mir etwas gegeben, auf das ich sehr stolz bin. Natürlich war es nicht immer leicht, dem Druck der Schule standzuhalten und gleichzeitig die Arbeit an dem Projekt nicht schleifen zu lassen. Alles in allem bleibt aber nur das Positive in Erinnerung – und das ist eine ganze Menge!

An der Biografie wirkten mit:
Julia Olma, Christina Naumenko, Christin Chairsell, Tom Heyken und Nickolas Lübben

 

Marc-Philipp Bittner

Mein Name ist Marc-Philipp BittnerMarc-Philipp Bittner und ich besuche den 13. Jahrgang der KGS Stuhr-Brinkum.
Die Veranstaltungen und Veröffentlichungen des Projektkurses „Spurensuche“ verfolge ich schon seit ich in der 7. Klasse auf die Schule gekommen bin mit großem Interesse.
Darum habe ich mich sehr gefreut, als sich zu Beginn dieses Jahres für mich die Möglichkeit ergab, am Projekt mitzuarbeiten.

Vom Leben und Schicksal Otto Polaks habe ich zum ersten Mal bei der Buchpräsentation im Jahr 2009 erfahren. Schon damals hat mich seine Geschichte sehr berührt, besonders spannend fand ich an dem Projekt allerdings die direkte Nähe zum Zeitzeugen Otto.

Bei den Treffen zur Vorbereitung dieser Website hatte ich dann Gelegenheit Otto persönlich kennenzulernen. Seine Erzählungen haben für mich einen außergewöhnlichen Stellenwert, da es sich dabei um Geschichte aus „erster Hand“ handelt.
Besonders beeindruckt hat mich aber Ottos Umgang mit seiner Vergangenheit: Ich konnte bei ihm keinen Hass oder Rachegefühle erkennen. Vielmehr hatte ich den Eindruck, er habe Mitleid mit denen, die ihn zuvor diskriminiert und bedroht hatten.

Meine Motivation für die Arbeit an dem Projekt und der Website lässt sich einfach erklären: Ich wünsche mir, dass Ottos Geschichte möglichst viele, vor allem junge Menschen erreichen kann.
Ich hoffe, dass die besonders lebendigen und persönlichen Ausführungen jedem verdeutlichen:
Der Holocaust und Antisemitismus sind nichts Abstraktes aus dem Geschichtsunterricht, sondern haben während des Nationalsozialismus und danach auch in jedermanns Nachbarschaft, in diesem Fall in Kirchweyhe und Bremen, stattgefunden.
Heute gibt es sicher keine bessere und wirkungsvollere Form diese Botschaft zu verbreiten, als über das Internet.

 

An den Veranstaltungen mit dem Zeitzeugen Otto Polak wirkten Stella Vogel, Christin Chairsell, Max Szesny aus dem 13. Jahrgang 2009 sowie Nadine Karasch, Joana Hinrichs, Joana Backhaus, Miriam Böttcher sowie Marc-Philipp Bittner aus dem 12. und 13. Jahrgang 2010 mit.

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